, Thomas Bottlang

Lagerbericht 2025

Das Sola 2025 ist bereits wieder vorbei und ihr könnt eine Kurzfassung der vielen schönen Erlebnisse hier nachlesen

Sommerlager 2025 – Oberberg, Illgau
Eine Woche voller Regen, Sonne und trocknender Schuhe

Samstagmorgen, leichter Regen, viele Koffer, noch mehr gespannte Gesichter. Ab
10.15 Uhr trudelten die Kinder mit ihren Eltern ein. Als alle versammelt sind werden
die Kinder von Christian den Gruppen zuteilt. Pünktlich um 10.58 Uhr ging’s los:
Postauto nach Mumpf, Zug via Basel nach Schwyz, Bus nach Ried und schliesslich
mit der Seilbahn nach Illgau. Dort wartete der erste Programmpunkt: der Foto-OL. Mit
Bildern und Geräuschen ausgerüstet, mussten die Gruppen den Weg zum
Lagerhaus finden. Währenddessen zauberte unser Küchenteam – Lissi, Steffi und
Maggy – Hackfleisch mit Hörnli. Am Abend tauchten wir in das Lagerthema
„Wetterschmöcker“ ein: Wetter-Memory, Bauernregeln, Kreuzworträtsel und
Geschichten über flüsternde Bäume – eine Mischung aus Naturkunde und
Lagerromantik.


Der Sonntag begann mit einem fröhlichen Zmorge, begleitet vom unvermeidlichen
Regen. Die Projektgruppen hatten ihren grossen Tag: ein selbst organisierter
Postenlauf im und ums Haus mit Rätseln, Geschicklichkeit und Sport. Nach
Pouletgeschnetzeltem mit Curryreis ging es zum OL in den Fallenfluhwald. Die
Kinder liefen in Zweier- oder Dreiergruppen von Posten zu Posten, abgesichert durch
einen „Auffangring“ aus Leitern. Ein Gewitterregen sorgte für klatschnasse Kleidung,
aber unser Trocknungsgerät arbeitete tapfer. Zum Abendessen gab’s ein
Wähenfestival, und danach gestalteten die Gruppen ihre Gruppenzeichen –
meteorologisch inspiriert: Cirrus, Nimbostratus, Cumulonimbus, Regenbogen und
Blitz.

Montag zeigte sich das Wetter von seiner beständigen Seite: Dauerregen. Vormittags
durchstreiften wir beim Leiterlispiel das ganze Haus, auf der Suche nach den
richtigen Nummern – ein heilloses, aber vergnügliches Chaos. Niemand wollte
aufhören, als das Mittagessen – „Gschwelti“ mit Käse und Salat – auf dem Tisch
stand. Am Nachmittag gab es einen Spielewettkampf im Haus und auch unter dem
mit einer Blache erweiterten Vordach. Drinnen war es laut und eng, also beschlossen
wir, trotz Regen einen Spaziergang zu machen. Das tat allen gut. Zum Znacht
Fischstäbchen, Spinat, Kartoffeln und Salat, gefolgt von Beerentiramisu. Danach
wurden Gesellschaftsspiele ausgepackt und Lieder gesungen – das Lagerlied klang
schon fast so, als hätten wir es geübt.
Am Dienstag endlich nur leichter Regen! Zeit für ein Geländespiel auf einer
matschigen Wiese. Die Kinder rannten, die Leiter jagten hinterher, und wer am
meisten „Goldstücke“ ins eigene Lager brachte, war der Held des Tages. Spaghetti
zum Mittagessen schmeckten nach Sieg. Am Nachmittag Workshops: Seile und
Knoten, Feuer machen, Fotobox, Holzwerkstatt, Feuerküche. Der erste trockene
Abend draussen wurde mit Essen vom Feuer, Spielen und Singen gefeiert.

Mittwoch – Sonnenschein! Früh aufgestanden ging es in zwei Gruppen los: Die
Jüngeren wanderten über die Zweckenhöchi und Ibergeregg, die Älteren bis zu den
Zwischenmythen und am Grossen Mythen vorbei, bevor alle denselben Rückweg
nahmen. Nach Freizeit draussen folgte ein Fitnessparcours mit Disziplinen wie Kraft,
Gleichgewicht und Ausdauer – erstaunlicherweise hatte niemand seine Energie bei
der Wanderung verloren. Kuchen und Gesang rundeten den Tag ab.

Am Donnerstag stand der Tierpark Arth-Goldau auf dem Programm. Pünktlich bei
unserer Ankunft hörte der Regen auf. In Gruppen erkundeten wir das Gelände,
mittags gab’s Rohkost mit Dip und ein Glace zum Dessert. Zurück im Lagerhaus
gestalteten wir die Wochenrückblick-Plakate. Am Abend der märchenhafte
Höhepunkt: der Feenweg – nur ohne Feen. Christian erzählte an drei verschiedenen
Stationen eine Geschichte einer kleinen Fee mit einem riesigen Freund, während die
Gruppen bei Dämmerung durch den Wald gingen. Sternenbeobachtung und der
Rückweg mit Fackeln machten diesen Abend zu einem besonderen Erlebnis.

Freitag, 1. August: Ausschlafen! Erst um 9.30 Uhr wurden alle geweckt. Nach
Morgensport gab’s einen reichhaltigen Brunch, danach einen Postenlauf mit
sportlichen, kniffligen und kulinarischen Stationen. Am „Hexenplatz“ wurde gegrillt,
gespielt und zusammen gelacht, bis der erste Regen uns zum Lagerhaus zurücktrieb
– gerade rechtzeitig vor dem nächsten Schauer. Vom Fenster aus bestaunten wir das
Feuerwerk, das Dario und Ronny für uns zündeten.
Samstag hiess es Abschied nehmen. Nach Frühstück, Packen und Putzen machten
wir uns auf den Rückweg nach Schupfart. Dort präsentierten die Kinder ihre Plakate,
sangen Lieder, und nach Dankesworten hiess es endgültig „Tschüss Illgau“.
Und fast vergessen: Jeden Abend gab es ein Rollenspiel – unsere Leiterinnen und
Leiter verwandelten sich in „Wetterschmöcker“, Bauern, Influenzer, Eine Ratte und
klevere Junge Entdecker. In kleinen, oft witzigen Szenen spielten und erzählten sie
Geschichten wie das Wetter manipuliert wurde und wie es wieder „repariert“ werden
konnte. Dieses abendliche Theaterstück war der rote Faden des Lagers – und wir
warteten jeden Tag gespannt auf die nächste Folge.

 

Fazit: Es hat viel geregnet, aber wir haben noch mehr gelacht. Schuhe wurden öfter
getrocknet als getragen, und trotzdem war es eine Woche voller Abenteuer,
Gemeinschaft und Geschichten, die noch lange weitererzählt werden.
Ein herzliches Dankeschön an alle Eltern für ihr Vertrauen und an alle, die das
„SOLA“ in irgendeiner Form unterstützt haben. Ohne euch wäre dieses Lager nicht
möglich gewesen.
Thomas Bottlang